O selige Nacht !

O selige Nacht !
O heilige Nacht !
O gesegnete Nacht !
O geweihte Weih-nacht !

O selige Nacht ! Hier liegt der Kern aller Seligkeiten ! Selig die Armen im Geiste, wie das eben geborene Kind, der Sohn Gottes in der Krippe, weit von jeder Bequemlichkeit entfernt !

O heilige Nacht ! Und hier liegt der Kern aller Heiligkeit, angefangen mit der Mutter des Kindes – der Magd des Herrn und Mutter Gottes – der Königin der stillen Treue.

Eine geweihte Nacht, wie jede Weihnacht : Gottes Wort ist Fleisch geworden, allem Übel und jeder Gebrechlichkeit ausgesetzt !

JPEG - 108.7 ko
Wise men from the East come to worship Jesus.
Aquarelle Sean O’Mahony

Aber die Nacht ist erleuchtet : der Himmel singt, die Engel tanzen ! Maria betet, in sich versunken, Joseph bekümmert sich um Esel und Ochs, und das Kind schläft.

So ein Geheimnis kann nur ein Kind erstaunen oder die ganz einfachen Leute, sowie die schlichten Hirten, die mitten in der Nacht ihres kargen Lebens, zum Himmel aufschauen, verblüfft durch den posaunenden Himmelschor… Und das hatten sie nie getan !

Wir, Freunde, wir denken zu viel mit dem Kopf und lieben nicht genug mit dem Herzen… Wir sind zu sehr bekümmert um unser eigenes „ICH und MICH“ und übersehen den andern in seinem „DU und DICH“.

Trotz allem sind wir eingeladen, in dieser seligen Nacht, zuerst mit voller Freude an die Krippe zu pilgern und uns „einwickeln“ zu lassen in das weihnachtliche Geheimnis, das die Engel in alle Welt hinaus posaunen, um dann mit den Hirten allen, dieses Geheimnis hinauszutragen in unsere heutige Welt, um unsern Freunden und allen andern mit einem freudigen und strahlenden Gesicht die Botschaft verkünden : „Ein Retter ist uns geboren !... Warum noch bangen ? Freunde !“

Und dann erst können wir „uns um uns“ und „um unsere Geschenke“ kümmern… Dann und nur dann hat alles seinen Sinn, sonst bleiben wir unersättliche Geschöpfe. Wir dürfen den alten Heiden, der immer noch in uns weiterschlummert, nicht vergessen… Denn sonst entgeht uns der Sinn von Weihnachten, der Sinn der Menschwerdung unseres Heilandes…

Ehre sei Gott in der Höhe.

Publié le 5 février 2013 par Jean-Pierre Frey